Hallo zusammen,

wir sind ja nun schon eine Weile unterwegs und bei dem ganzen Tourstress hat es leider noch niemand geschafft, mal eine Bilanz über unsere zwei furiosen Konzerte in der Stadthalle und im Zirkus Fantasia zu ziehen. Aber damit Ihr nicht warten müsst, machen das andere für uns, also werft doch mal einen oder zwei Blicke auf diesen netten Artikel.

Donnerstag, 15. Juli 2010: "Alles spontan, alles wie immer" war wohl die Divise für diesen von LoHRO gehosteten Vorgeschmack auf ein Celebrate Konzert. Anwesend waren Martin, zwölf SängerINNEN und eine kleine Helene, die dankenswerterweise durch den Moderator Erwähnung fand und zu Martins genialer, kleinen Anekdote über "Chornachwuchs" (im wahrsten Sinne des Wortes) führte.

Als Epoche machend könnte man Martins und Daniels dialogartige Beschreibung des Chors und seiner Geschichte beschreiben. Für jeden Anwesenden waren dies bewegende Momente. Denn was die beiden da von sich gaben, hatte schon fast Netzer-Delling Qualitäten und war für alle, die das gehört haben und das Fussballduo kennen, ein Ohrenschmaus der Güteklasse I.

"Eingesungen" haben wir uns auch, und zwar mit "We go together" und live vor Publikum... Zum Glück mussten wir unter den klaustrophobischen Bedingungen, die im Studio herrschten (15 Menschen auf ca 3m²) nicht allzu lange durchhalten und wurden nach dem tobendem Applaus, der "Celebration" folgte, dann in die schon erfrischend wirkenden 27°C des LoHRO-Büros entlassen.

Einen kleinen Loriot-Sketch haben Daniel, Jan, Martin, André und ich dann auch noch aufgeführt: "Männer bei kniffliger Arbeit" wäre wohl ein guter Titel für das, was sich dort abgespielt hat, als wir versuchten, das "Klavier" in sein Behältnis zu befördern. Drehen, umdrehen, rotieren und wenden, bis das Ding passte.

Und dann... war da noch die Katze. Aber davon ein anderes Mal.

Ja, Samstagmorgen um 11:45Uhr ist noch nicht jeder so richtig wach, aber trotzdem mit bester Laune (immerhin mussten wir unsere schwarze Trauerkleidung wieder wett machen) zogen 4 Autos mit motivierten Chorsängern Richtung Kühlungsborn zur Hochzeit von Esther und Armin. Ganz Celebrate-untypisch lief alles wie am Schnürchen: alle waren pünktlich, jeder hatte das Richtige an und selbst ohne ausgiebiges Einsingen traf ein jeder seinen Ton =)

Die Trauung in der kleinen katholischen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit war traumhaft: die wunderschöne Braut nebst Bräutigam wurde teilweise sehr amüsant in den Bund der Ehe entlassen – zu zweit ist´s besser als allein!

Von der Empore erklangen wir abwechselnd mit der Organistin… und was man alles mit der Hochzeitskerze machen kann, wissen wir nun auch genau.

Nach der Trauung folgten wir dem Hochzeitspaar unter Glockenklang nach draußen, um zu gratulieren und sie beim Laken zerschneiden anzufeuern. Als Dankeschön gab es für uns sogar noch selbstgemachte Kettenanhänger – euch beiden nochmal vielen Dank dafür!

Nachdem nun das obligatorische Eis geschleckt war, zogen noch ein paar Celebrates an den Strand nach Wilhelmshöhe, um dort zu baden, zu singen und sowohl amüsierte als auch ratlose (Kleidung vs. Stimmung) Blicke zu ernten.

Ein großartiger Anfang für einen wunderschönen Tag.

Nicht nur Celebrate begeht heuer ein bedeutendes Jubiläumsjahr, nein es gibt auch weitere runde Geburtstage in Rostock zu begehen: vor 100 Jahren bezogen die Physiker der Universität ihr aktuelles Institutsgebäude und bevor sie es wegen Baufälligkeit und besserer Alternative bald wieder verlassen, wird nochmal ordentlich gefeiert.

Hier durfte natürlich auch Celebrate nicht fehlen und so fanden sich, trotz der von einigen bereits gemachten Erfahrungen in den Praktikumsräumen dieses Gebäudes, tatsächlich um die 30 sangesfreudige Chormitglieder und gaben ein munteres Konzert. Nach dem obligatorischen Eröffnungslied „Celebration“ wurde der Chor dem Publikum ein wenig bekannt gemacht und die physikalischen Mitsänger mussten sich Maddins Aufforderung zufolge auch outen.

Man merkte dem Publikum übrigens an, dass es schon einen ereignisreichen Tag hinter sich hatte und sich viele lange nicht gesehen hatten und sich demzufolge viel zu erzählen hatten. Aber Physiker haben ja ein freundliches Gemüt und so nahm es uns keiner so richtig übel, dass wir ihn bei Bratwurst und Bier störten. So schmetterten wir 6 weitere unserer Evergreens, ernteten artigen Beifall und gaben den (zaghaften) Rufen folgend noch eine Zugabe. Die weiteren Ereignisse: alle Blusen haben gehalten und die Leute vom LT-Catering haben widerwillig noch ein wenig vom bereits erkalteten Grillbuffet raus gerückt.

 

Jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 2000 Kinder an Krebs. Die häufigsten Formen sind Leukämien, Lymphknotenkrebs und Hirntumore. Inzwischen können drei Viertel aller Kinder mit Krebs geheilt werden. Die Behandlung leukämie- und krebskranker Kinder dauert ein bis zwei Jahre, ist sehr risikoreich und teilweise mit schweren Nebenwirkungen behaftet.

Für die betroffenen Kinder, Eltern und Geschwister ist die Diagnose einer Krebserkrankung eine sehr große Belastung, ein Schock, an der oft auch Familien zerbrechen. Von einem Tag zum Anderen verändern sich schlagartig die Lebensumstände der gesamten Familie und es muss nach Wegen gesucht werden, die Krankheit und die damit verbundenen Probleme in der Familie zu lösen.

An dieser Stelle engagiert sich der Verein zu Förderung krebskranker Kinder Rostock e.V. für diese Kinder und deren Angehörige. Ihre Arbeit wird ausschließlich durch Spendengelder finanziert.

Auch wir, Celebrate, möchten diesen Kindern und ihren Familien zur Seite stehen und bitten Sie im Rahmen des Benefizkonzertes im Zirkus Fantasia am 18. Juli 2010 um Ihre Spenden. Der Erlös aus diesem und aus Teilen anderer Konzerte wird der Kinderkrebshilfe Rostock zu Gute kommen.

Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre Unterstützung.