Auch wenn der gestrige Ausflug nach Schwerin eher als semioffizieller Celebrate-Auftritt einzuordnen ist (immerhin waren fast 50% von uns Verwandte oder Hochzeitsgäste), denke ich, kann man ihn trotzdem doch an dieser Stelle kurz (also Maddin-kurz) erwähnen. Schließlich ist Marika (die Braut) nicht nur eine ganz besondere Freundin seit Kindertagen, sondern hat viele Semester als Stimmgruppenleiterin einen bis heute reichenden erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Soprans gehabt, und auch Timm (der Bräutigam) ist nicht nur schon viele Jahre mein Freund, sondern war im Prinzip unser erster offizieller Chorphotograph, der es mit zunehmender Perfektion geschafft hat, die Stimmung eines Celebrate-Konzertes einzufangen und für die Ewigkeit festzuhalten wie kein anderer.

Langsam begann sich die Sonne hinter der Brunnenplastik zu senken. Etwas Besonderes lag in der warmen Abendluft dieses Julitages. Für Unbeteiligte schien sich etwas Unheimliches zusammenzubrauen. Denn immer mehr Gestalten huschten durch die Eingangstür, einige verwegen um sich schauend, andere erwartungsvoll vor sich hinlächelnd. Schnell begann das Grüppchen zu wachsen, sie scharrten sich an den umliegenden Glastüren, geheimnisvoll tuschelnd, auf ein verabredetes Zeichen wartend. Würde gleich etwas Grauenvolles passieren?
Plötzlich: „Du du du du du du du ....“.

Die Frage des Tages: Wie oft kann man einen 1000 Euro-Schein in 10 Euro-Scheine teilen? Oder: Wann kommt das Brautpaar? Oder noch vielmehr: Dürfen die das?

 

(dtpc) Am 28. Mai im Jahre 2011 nach Christus +/- trifft sich eine kleine aber exklusive Auslese des berühmt/berüchtigten Chors Celebrate aus der womöglich schönsten Hansestadt mit R. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und Celebrate singt muntere Lieder für das wohl schönste Paar nach William und Kate. Die per Globus-Spinning zufällig ausgewählte Location war das beschauliche Frührentner- und CluburlauberOstseebad Kühlungsborn.Vom HBF Rostock nahm die lustige Samstags-Karawane irrsinnig weite und gefährliche Strecken auf sich, um dem Hochzeitspaar zu hofieren.

Man ist das lange her. An meine letzte Chorfahrt zu Schulchor-Zeiten kann ich mich kaum noch erinnern. Und ganz ehrlich: nach dem, was mich in den nächsten zwei Tagen erwarten wird, erscheinen mir alle Fahrten zuvor auch eher als milder Abklatsch dieser super tollen Celebrate Chorfahrt – nur so viel vorweg ;)

Unsere Frühlingschorfahrt vom 20. bis 22. Mai führte uns diesmal ins nahe gelegene Wismar. Wir trafen uns nachmittags am Rostocker Hauptbahnhof, um gemeinsam ins Wochenende zu starten. Dieses Mal bevorZUGten wir für unsere Reise aber die Autos. 16 Uhr fiel der Startschuss für die Wagenkolonne. Stefanie B., Doreen, Stefan und ich fuhren zusammen. Interessanterweise kamen selbst die Autos, die zur gleichen Zeit losgefahren waren, zu unterschiedlichen Zeiten im Juri-Gagarin-Ring an. Dafür sahen sie natürlich viel mehr von der Welt.

 

Wenn man bedenkt, welche Orte in ganz Mecklenburg-Vorpommern Celebrate nun schon durch Hochzeiten erkundet hat, fehlt eigentlich nur noch einer in der Hall of Churches: Stavenhagen. Nicht nur bekannt durch das geschmackvolle (Pf)anniwerk und den antiken Bahnhof, hat dieser schnuckelige Ort auch eine, und hier möchte ich kurzer Hand der Ironie entsagen, gemütliche Kirche.

Bei dieser Vielzahl an kulturellen Höhepunkten, die uns erwarten sollten, scheint es merkwürdig, warum die Liste der Hochzeitssänger anfänglich so kurz war. Der ein oder andere mag sich an mehrere heroische Ansprachen meinerseits erinnern, um, nach Nächten voller Angstschweiß, ein Solo mit Martin einlegen zu müssen, doch noch für dieses stille Örtchen zu begeistern.

Aber umsonst geschwitzt, denn pünktlich am Tag der Hochzeit trafen sich neben wenigen aber stimmungsvollen Männern auch eine Schar von engelsgleichen und strahlenden Altopranisten. Zum Glück hattest du Recht Steffen.