Jemand sagt: „Schreib doch einfach, wir waren viele und es war lustig.“. Das will ich auch tun, nur ein wenig detaillierter. ChOrganisationstreffen: Sonntag, 10 Uhr. Ein Sonntag fühlt sich im Vorfeld ein wenig komisch an; das liegt aber wohl vielmehr daran, dass ich bisher an die Tage zwischen Montag und Freitag gewöhnt war. Wir brunchen im Lindenhof mit etwa zwanzig, für den Sonntag Vormittag wirklich exzellent gelaunten Menschen und erfreuen uns an selbstgemachter Marmelade, verschiedener Kakaosorten und Tiramisu.

Vieles ließe sich über die Mittwochabende während der vorlesungsfreien Zeit berichten, die der Celebrateler üblicherweise im Warmbad begeht. Und obwohl es ein leichtes wäre, Menschen mit Geschichten über abgebrannte Oberbekleidung oder runde Geburtstage zu erheitern, sei der heutige Blogeintrag einmal dem Nachhauseweg gewidmet.

Kurz nach Verlassen des Lieblingslokals, beschließen unsere drei Helden beim Anblick des Dobi-Döners, zwecks Hungerstillung zum „Goldenen M“ aufzubrechen, denn dort gibt es ja Burger aller Geschmacksrichtungen. Die Wegstrecke verkürzt man sich mit Spekulationen über Chorleitungszugehörigkeiten, Liedauswahlkriterien und andere Dinge, von denen ich nichts verstehe, aber dazu später mehr.

Auch wenn der gestrige Ausflug nach Schwerin eher als semioffizieller Celebrate-Auftritt einzuordnen ist (immerhin waren fast 50% von uns Verwandte oder Hochzeitsgäste), denke ich, kann man ihn trotzdem doch an dieser Stelle kurz (also Maddin-kurz) erwähnen. Schließlich ist Marika (die Braut) nicht nur eine ganz besondere Freundin seit Kindertagen, sondern hat viele Semester als Stimmgruppenleiterin einen bis heute reichenden erheblichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Soprans gehabt, und auch Timm (der Bräutigam) ist nicht nur schon viele Jahre mein Freund, sondern war im Prinzip unser erster offizieller Chorphotograph, der es mit zunehmender Perfektion geschafft hat, die Stimmung eines Celebrate-Konzertes einzufangen und für die Ewigkeit festzuhalten wie kein anderer.

Langsam begann sich die Sonne hinter der Brunnenplastik zu senken. Etwas Besonderes lag in der warmen Abendluft dieses Julitages. Für Unbeteiligte schien sich etwas Unheimliches zusammenzubrauen. Denn immer mehr Gestalten huschten durch die Eingangstür, einige verwegen um sich schauend, andere erwartungsvoll vor sich hinlächelnd. Schnell begann das Grüppchen zu wachsen, sie scharrten sich an den umliegenden Glastüren, geheimnisvoll tuschelnd, auf ein verabredetes Zeichen wartend. Würde gleich etwas Grauenvolles passieren?
Plötzlich: „Du du du du du du du ....“.

Die Frage des Tages: Wie oft kann man einen 1000 Euro-Schein in 10 Euro-Scheine teilen? Oder: Wann kommt das Brautpaar? Oder noch vielmehr: Dürfen die das?

 

(dtpc) Am 28. Mai im Jahre 2011 nach Christus +/- trifft sich eine kleine aber exklusive Auslese des berühmt/berüchtigten Chors Celebrate aus der womöglich schönsten Hansestadt mit R. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und Celebrate singt muntere Lieder für das wohl schönste Paar nach William und Kate. Die per Globus-Spinning zufällig ausgewählte Location war das beschauliche Frührentner- und CluburlauberOstseebad Kühlungsborn.Vom HBF Rostock nahm die lustige Samstags-Karawane irrsinnig weite und gefährliche Strecken auf sich, um dem Hochzeitspaar zu hofieren.

Man ist das lange her. An meine letzte Chorfahrt zu Schulchor-Zeiten kann ich mich kaum noch erinnern. Und ganz ehrlich: nach dem, was mich in den nächsten zwei Tagen erwarten wird, erscheinen mir alle Fahrten zuvor auch eher als milder Abklatsch dieser super tollen Celebrate Chorfahrt – nur so viel vorweg ;)