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Der erste Morgen zeichnete sich bereits durch eine verstärkte Sehnsucht nach Halsbonbons und Kaffee aus, doch das sollte Sonntag noch getoppt werden, denn Samstag wurde es ja erst richtig ernst. Vor allem der Sopran war unglaublich erkenntnisreich an dem Tag. Unser neues Motto: Früher kommen, zäher singen und atmen. (Dass Frauen allgemein ein Problem damit haben, früher zu kommen, konnten wir auf einmal auch auf andere Dimensionen beziehen.) Aber das sollte nicht die einzige Erkenntnis bleiben. Abgesehen davon, dass die Probe durch die Faszination von zwei Mädels mit dem gleichen Paar Stiefel unterbrochen werden musste (es gibt nun mal auch Prioritäten!), haben wir auch musikalische Fortschritte gemacht und neue Töne entdeckt. Dank der Chorfahrt können wir also hoffen, dass wir nun alle von demselben Tonrepertoire ausgehen. Es waren wirklich erheiternde Einzelstimmproben mit dem Sopran, eine wirklich lustige Truppe, auch wenn viele Sprüche der Müdigkeit geschuldet sind, denn nach müde kommt bekanntlich dumm.

Die Freizeit am Samstag konnte individuell gestaltet werden, ob mit Abbaden bei sommerlichen Temperaturen unter 10 °C, Proben für das 9. Internationale Binzer-Rostocker-Open-Stage-Abend-Festival, jeglichen Workshops oder auch alle Süßigkeiten-Rationen zu mampfen und danach einen ganz langen Spaziergang am Meer zu unternehmen wegen des schlechten Gewissens.

Am Abend in der Probe bemühten wir uns, nicht zu atmen und gleichzeitig energiereich zu singen, aber trotz der laut Chorfahrt-Statistik nur durchschnittlichen vier Stunden Schlaf hat es funktioniert. Nach einer kurzen Pause zum Frischmachen lauschten und erlebten wir beim 9. Internationalen Binzer-Rostocker-Open-Stage-Abend-Festival ungefähr vier Stunden musikalische Stücke, umgedichtete Bibeltexte, Witze, einen Tanz und selbstgeschriebene Texte. Zusätzlich gab es noch eine Coca-Cola-Wette, die theoretisch erfolgreich gemeistert wurde, doch konnte der Herausforderer durch eine höhere Punktzahl geschlagen werden. Außerdem wurde das neue Talent Moritz entdeckt, der als baldiger Chorleiter die Fähigkeit, dem Chor einen Einsatz zu geben, irgendwie geprobt hat, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Am Sonntag gab es nochmal einen musikalischen Abschluss, bei dem selbst Anjas Niesen musikalisch und rhythmisch unterlegt
wurde und alle Stimmgruppen haben nochmal ihre letzten Kräfte trotz steigender Müdigkeit zum Besten gegeben. Das Mörderspiel wurde ausgewertet und die Chorfahrt endete mit einem Abschlussfoto am Meer. Während der Busfahrt konnte noch ein wenig ausgeruht werden und trotz der Kälte haben wir nochmal das Lied „I feel like praising Him“ in maximaler Geschwindigkeit von 1,5 Minuten zum Besten gegeben.

Damit Danke für ein tolles Wochenende und ich freue mich auf die nächste Chorfahrt!

Elisa Skiba