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Am Wochenende war es wieder so weit, Passanten durften sich über eine große und verrückte Truppe gewundert haben, die gleich zwei Züge Richtung Rügen in Beschlag genommen hat. Die Vorfreude war auf jeden Fall zu spüren und hat mich als Chorfahrt-Neuling sofort angesteckt. Nachdem wir in Binz angekommen waren, stand uns erstmal ein kleiner Fußmarsch bevor - allerdings wurden wir durch das Abendessen belohnt, was sich wirklich sehen lassen konnte.

Nach der Stärkung machten wir uns dann an die Arbeit. Insgesamt waren fünf Proben vorgesehen: eine am Freitag, drei am Samstag und eine letzte am Sonntag. Bevor es losging, wurde jedoch erstmal Organisatorisches besprochen (zum Beispiel wer den Chorblog schreibt ... wobei ich das große Los gezogen habe wink). Außerdem wurde für das traditionelle Mörderspiel bestimmt, wer über das Wochende Dorfbewohner und wer Mörder ist. Die vier Mörder mussten über das Wochenende versuchen, die anderen unbemerkt durch Umarmen zu töten. Allerdings werden regelmäßig mutmaßliche Mörder angeklagt und gehängt. Die Gruppe, die am Ende des Wochenendes übrig bleibt, gewinnt das Spiel. Ich habe leider nicht einmal den ersten Morgen überlebt.

In der ersten Probe haben wir uns vor allem bereits bekannte Lieder in Erinnerung gerufen und perfektioniert. Da bald das erste Konzert für dieses Semester ansteht, haben wir vor allem an diesen Liedern gearbeitet. Nach der Probe war es dann Zeit für ein paar Kennenlernspiele und (mein persönliches Highlight smile) das Anstimmen von Liedern aus vergangenen Semestern. Da ich jetzt im dritten Semester dabei bin, konnte ich einiges mitschmettern. Zwischendurch haben wir auch noch eine Runde "Werwolf" gespielt, was einem ähnlichen Prinzip folgt wie das Mörderspiel.

Voll motiviert in der Probe

Es folgte eine sehr kurze Nacht, da das Frühstück schon um acht Uhr begann (viel zu früh wenn ihr mich fragt). Nach einigen Tassen Kaffee erschien dann die Vorstellung eines anstrengenden Singtags aber nicht mehr ganz so schlimm und es wurde fleißig weitergeprobt. Dazu gehörte auch das Erlernen neuer Lieder in Einzelstimmproben. Ein Highlight war dabei das Frauen- bzw. Männerstück. Die Freude über die Liedauswahl wurde nur kurz durch Anfangsschwierigkeiten und ein wenig Frustration getrübt. Am Ende haben wir aber doch eine ganz passable Version auf die Beine gestellt.

Die Zeit zwischen den Proben wurde unterschiedlich genutzt: Es wurden verschiedene Workshops angeboten. Einige zog es an den Strand, andere haben Binz erkundet. Nach der letzten Probe des Tages gab das nächste Highlight, nämlich der Open-Stage-Abend. Die Beiträge haben alle erdenklichen Bereiche abgedeckt und von Gesang über Tanz bis zum Jonglieren war alles dabei. Das war wirklich ein gelungener Tagesabschluss, vielen Dank nochmal an die Teilnehmer! Die folgende Nacht wurde noch kürzer als die vorige und wer bis dahin noch nicht heiser war, wurde es spätestens jetzt, nachdem nächtliche Jam-Sessions abgehalten und wieder alte Chorlieder geschmettert wurden.

Am Sonntag nahte leider schon das Ende der Chorfahrt und nach einer letzten Probe, bei der wir auch zum ersten Mal versucht haben, die Lieder für das Konzert am 10. Dezember ohne Noten zu singen, wurde noch der letzte Mörder gehängt (die Dorfbewohner haben gesiegt cool) und ein Ständchen für das Personal der Jugendherberge angestimmt (vielen Dank nochmal an dieser Stelle!). Außerdem durfte ein Gruppenfoto am Binzer Strand nicht fehlen.

Um ca. 15 Uhr ging es dann gemeinsam mit dem Zug zurück Richtung Rostock, wo wir am späten Nachmittag wieder ankamen. Es war ein unglaublich schönes Wochenende, mit viel Spaß, wenig Schlaf, schönen Lieder und tollen Leuten, die die gleiche Singleidenschaft teilen.

 

Celebrate am Strand von Binz

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